Donnerstag, 26. Januar 2012

Ruhr Nachrichten: Der Bürgerkreis Herbede lässt nicht locker

Ruhr Nachrichten berichtete am 25.01.2012 über die Stellungnahme des Bürgerkreises zu einem Antrag der SPD-Fraktion zur Entwicklung des Gerberviertels, der am 27.03.2012 vom Rat verabschiedet werden soll. Ruhr Nachrichten: "Der Bürgerkreis Herbede lässt nicht locker: Er hält die Ansiedlung eines Lebensmittelvollversorgers im Gerberviertel für eine "stadtteilentwicklungsplanerisch (...) irreversible und falsche Entscheidung." (Ruhr Nachrichten, 25.01.2012)
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1 Kommentar:

M. Schütte hat gesagt…

Obwohl man bekanntlich mit guten Argumenten nicht gegen chronische Ignoranz anschreiben kann, kann der SPD-Antrag nicht einfach kommentarlos hingenommen werden.
Es bleibt nach wie vor absolut unverständlich, dass die SPD - jetzt in eigennütziger Kameraderie mit der CDU - sowohl das letzte und wohl aktuellste Gutachten als auch den Willen eines Großteils der Herbeder Bürger ignoriert. Vermutlich trifft man auch deshalb keinen Vertreter der beiden großen Parteien auf Informations- und Diskussionsveranstaltungen. Warum auch noch diskutieren, wenn möglicherweise im Küchenkabinett der Damen Leidemann und Gah der Kuchen Gerberviertel längst verteilt ist, was die Vehemenz dieses Treibens erklären würde. Schamlosigkeit und Ignoranz gab es schon vor Wulff, aber dennoch sollte dieses Verhalten nicht ohneweiteres hingenommen werden, nein: gerade deshalb darf und sollte man sich darüber aufregen und Widerstand leisten! Wenn der Vollsortimenter in der üblichen Bauweise erst mal dort steht, sich nach kurzer Zeit wegen einer sich schon jetzt abzeichnenden Tendenz zu Regionalprodukten in überschaubaren Geschäften ein Leerstand ergibt, muss man sich nicht mehr aufregen, darf sich aber bei den verantwortlichen Politikern für diese grandiose und absehbare Fehlentscheidung in Form einer überdimensionierten, verfallenden Lagerhalle bedanken. Damit hätten wir nicht nur ein Millionengrab, sondern einen Schandfleck erster Güte am Tor zur Ruhr! SPD-Ratsmitglieder und -Mitglieder in Witten, wenn Sie schon nicht auf die Herbeder Bürger hören wollen, so denken doch an die Worte Ihres Vorsitzenden Gabriel: "Die Menschen zählen uns zum Establishment. Wenn sie von `den Politikern da oben’ reden, dann meinen sie auch uns. [...] Wir haben uns durch Sprache und Habitus zu sehr von den Bürgern entfernt“. Das könne zum „Tod der SPD“ führen (zitiert nach Der Westen, 21.11.2011).
Nach Maciavelli sollten Grausamkeiten am Beginn der Herrschaft begangen werden. Bleibt zu hoffen, dass Sie 2014 keine Gelegenheit mehr zu Grausamkeiten dieser Art bekommen! Treten Sie endlich wieder in einen Dialog mit den Bürgern ein, ein Bauvorhaben dieser Größenordnung bekommen Sie nicht gegen die Bürger durch.
Geht es heutzutage nur noch um Profit und Machterhalt, oder glauben Sie auch, dass in einem Jahr ehe alles vergessen sei?
"You can fool some of the people all of the time, and all of the people some of the time, but you can not fool all of the people all of the time"! (Lincoln)