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Mittwoch, 13. Juni 2012

Gier frisst Hirn

Ein Spruch aus dem Dunstkreis des Herrn Maschmeier.
Welche Gier, welches Hirn?
Da ist die Gier der Konzerne mit ihren Managern nach immer mehr Umsatz und immer mehr Marktmacht.
Da wird als Alibi von Nachhaltigkeit gefaselt. Angeblich immer nur zum Nutzen der Verbraucher.
Über die Folgen ihres Handelns auf Umwelt und die Allgemeinheit machen sich diese Herrschaften keinerlei Gedanken.
Wenn wir jedoch ehrlich sind, sollten wir  uns auch selber an die Brust klopfen.
Lassen wir uns mit unserer „ Geiz ist geil“ - Mentalität nicht allzu gern vor den Karren dieser Herrschaften spannen?
Beste Qualität zum geringsten Preis? Wäre unser Hirn nicht von dieser unsäglichen Gier besessen, wüssten wir, dass so etwas nicht gehen kann.

Ja, werden dann viele sagen, wir haben doch Bio.

Freitag, 20. April 2012

Verbraucherschützer kritisieren Lebensmittelmarkt

Woran erkennt der Kunde einen "Frischemarkt der Generationen"? (Werbebroschüre der Firma Edeka, Witten-Herbede)
An seinen Lebensmitteln aus der Region? Daran, dass die Kunden im Supermarkt die Qualität von Müslis, Milchprodukten oder Fertiggerichten selbst einschätzen können?
Genau dies können sie nämlich nicht, wie der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) inzwischen überzeugt ist. Im Internet hat die Verbraucherzentrale 200 Lebensmittel dokumentiert, bei denen die Hersteller nach Angaben der Verbraucherschützer mehr versprechen als sie halten - oder die Käufer durch geschicktes Design in die Irre führen. (www.lebensmittelklarheit.de) Manche Hersteller gaukeln auf der Verpackung eine heile Welt vor, bei der die Tiere zum Beispiel glücklich auf der Wiese stehen. (www.main-netz.de,19.04.2012)

Der Trick mit der Region

Oder die Lebensmittelriesen reden von Region, meinen damit aber nicht frische Produkte aus der unmittelbaren Umgebung, kontrollierten Anbau und kurze Lieferwege. Die Edeka-Werbebroschüre, die am Karfreitag an die Herbeder Haushalte verteilt wurde, verwendet die Begriffe Region und "Frischemarkt der Generationen" in einem unmittelbaren Zusammenhang. Aber es geht um Leistungen, die mit Lebensmitteln nichts zu haben.

Mittwoch, 18. April 2012

“Die Tricks der Lebensmittelindustrie” – Verpasst?

Nicht gesehen, diesen Beitrag vom NDR? Können Sie inzwischen auch hier in voller Länge sehen. Innerhalb der zeitlich limitierten knappen Woche für ausgestrahlte Beiträge der öffentlich-rechtlichen Sender. Also noch bis 23.4.2012.
"In der Werbung sieht Essen immer so lecker aus. Doch viele Lebensmittel sind alles andere als echt. Die dreiteilige Reihe zeigt die Tricks der großen Branchen."

Samstag, 14. April 2012

Konsumtrottel

"Die kostenlose Verteilung von Ikea-Katalogen, Discounter-Prospekten und Autohaus-Sonderangeboten sollte sofort unterbunden werden. Auch die Gratis-Proben diverser Drogeriehäuser gehören verboten. Sie degradieren den Bürger zum Konsumtrottel und vermitteln jungen Menschen mit wenig gefestigter Persönlichkeit ein sehr einfaches Weltbild.

Schluss damit, hier liegt eindeutig ein Fall für Günter Krings vor. „Wo immer dies möglich ist, muss diese aggressive Aktion gestoppt werden“, sagt der Unions-Bundestagsfraktionsvize Krings. Er bezieht sich dabei allerdings nicht auf Aldi oder Lidl, sondern auf ein religiöses Sonderangebot, das derzeit in Fußgängerzonen offeriert wird: Kostenloser Koran, zugreifen und mitnehmen!"
>>> Dirk Maxeiner & Michael Miersch, "Kostenloser Koran, zugreifen und mitnehmen!, WeltOnline, 12.04.2012



Moderne Zeiten?

"Nun sollen wir endlich auch einen Vollsortimenter an der Gerberstraße bekommen... Liebe Wittener, lasst Euch nicht zu einer Unterschrift dagegen bewegen ... Ein schöneres, moderneres Herbede kommt auch Euch zu gute, wenn ihr auf der nächsten Fahrradtour zum See durch unser Dorf kommt." (Leserbrief an die WAZ, 12.04.2012, unterschrieben von A. Hake, G. Künzel, L. Lückert, A. Fischer, A. Österreicher)
Und so könnte das moderne Herbede dann aussehen, 

mit dem großflächigen Lebensmittelsupermarkt auf einem der historisch und touristisch wertvollsten Grundstücke* in Herbede:
Das "moderne" Herbede
Planskizze für das Gerberviertel
Quelle: DerWesten, 17.09.2011

PS: Für alle Ortsunkundigen, Herbede hat einen 700-Quadratmeter und damit ausreichend großen Vollsortimenter an dem Standort, an dem er für das Überleben des Zentrums wichtig ist, in der Meesmannstraße!

Liebe Wittener, liebe Annener, liebe Bommeraner, liebe Dürener, liebe Herbeder, liebe Hevener, liebe Rüdinghausener, liebe Stockumer, lasst die Zerstörung eines Stadtteils von Witten nicht zu!
Unterschriftenlisten für das "Bürgerbegehren zur Rettung der Meesmannstraße und zur nachhaltigen Entwicklung des Gerberviertels" gibt es hier zum Downloaden

Gerberviertel
*Neben dem alten Schulgebäude Herbede-Ost liegt der alte Bahnhof, dort verläuft die Strecke des Museumszuges, mit einer eigenen Haltestation, gegenüber, am unteren Rand des Bildes, liegt das alte Rathaus, das jetzt jetzt als Medizinzentrum genutzt wird, und nur wenige Meter entfernt steht Haus Herbede, das älteste Gebäude Wittens und eines der ältesten Herrenhäuser im mittleren Ruhrtal.
Ein Lebensmittelsupermarkt ist hier fehl am Platz! (siehe: Arbeitsgruppe zum Ortskern: Bürgerbeteiligung für den Papierkorb!)
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Dienstag, 13. September 2011

Tante Emma war eine ehrbare Kauffrau - was ist Edeka?

In ihrem Antwortschreiben an den Bürgerkreis stellte die Dortmunder Architektin Frau Regina Bieber, deren Büro im Sinne Edekas eine Studie über die "Entwicklungsmöglichkeiten im Kernbereich" Herbedes angefertigt hatte, folgendes klar: "Um eines noch einmal deutlich zu machen; der Standort des jetzigen Edeka-Marktes wird nicht von einem „übermächtigen Konzern“ betrieben, der nur seine Interessen durchsetzt. Der Betreiber ist ein privater Einzelhändler, die „Tante Emma“ der heutigen Zeit, belegt mit allen Risiken und Kosten dieses Geschäfts und wie alle anderen kleinen Einzelhändler im Ort, muss er nicht nur die Ware kaufen, sondern ihm gehört auch die komplette Einrichtung des Ladens. Das bedeutet, er ist allein und voll im Risiko. Er beurteilt und entscheidet was er an dem Standort macht und wie er zukunftsfähig arbeitet. Die Edeka ist eine Genossenschaft, sie unterstützt den Händler und hilft bei der Finanzierung."
So ähnlich steht es auch in den Werbetexten von Edeka. Wie aber sieht die Realität aus? Haben die Einzelhändler bei Edeka wirklich etwas zu sagen?