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Mittwoch, 13. Juni 2012

Gier frisst Hirn

Ein Spruch aus dem Dunstkreis des Herrn Maschmeier.
Welche Gier, welches Hirn?
Da ist die Gier der Konzerne mit ihren Managern nach immer mehr Umsatz und immer mehr Marktmacht.
Da wird als Alibi von Nachhaltigkeit gefaselt. Angeblich immer nur zum Nutzen der Verbraucher.
Über die Folgen ihres Handelns auf Umwelt und die Allgemeinheit machen sich diese Herrschaften keinerlei Gedanken.
Wenn wir jedoch ehrlich sind, sollten wir  uns auch selber an die Brust klopfen.
Lassen wir uns mit unserer „ Geiz ist geil“ - Mentalität nicht allzu gern vor den Karren dieser Herrschaften spannen?
Beste Qualität zum geringsten Preis? Wäre unser Hirn nicht von dieser unsäglichen Gier besessen, wüssten wir, dass so etwas nicht gehen kann.

Ja, werden dann viele sagen, wir haben doch Bio.

Sonntag, 10. Juni 2012

Stell Dir vor, Du kaufst Gemüse, und Du weißt nicht, woher es kommt.

Der Hinweis, aus welchem Land, welcher Region die Ware kommt, ob sie nach Bio-Richtlinien produziert wurde oder nicht oder ob der Produzent deklariert wird, ist nicht die ganze Wahrheit über das Lebensmittelprodukt, weil es die Saatgut außer Acht lässt.

Die Organisationen ACSI, Bio Suisse, EvB, FRC, IP Suisse, ProSpecieRara, SKS und Swissaid hatten eine Studie in Auftrag gegeben, die im Juni 2012 veröffentlicht wurde. Exemplarisch wurden die Produkte Karotten, Tomaten, Peperoni und Blumenkohl untersucht.

Die Autoren der Studie fanden heraus, dass die beiden Agrarkonzerne Syngenta und Monsanto beispielsweise bei Peperoni 56 Prozent, bei Tomaten 62 Prozent und bei Blumenkohl gar 71 Prozent aller in Europa geschützten Sorten kontrollieren. (1)
>>> bitte weiter lesen

*Foto: peterpaul, "Von der Blüte bis zur Reife", www.piqs.de

Samstag, 5. Mai 2012

EHEC Bilanz - ein Fall von Geschichtsklitterung

Vor einem Jahr starben viele Menschen an der EHEC-Epidemie. Wurde sie wirklich erfolgreich bewältigt, wie die Minister für Gesundheit und Verbraucherschutz, Daniel Bahr (FDP) und Ilse Aigner (CSU) in einer gemeinsamen Presseerklärung behaupteten. Konnte die wirkliche Ursache der Epidemie tatsächlich ermittelt werden?

Foodwatch sagt "Nein". "Weder ist der EHEC-Ausbruch aufgeklärt, noch wurden die Schwachstellen in Lebensmittelüberwachung und Infektionsschutz offen analysiert, geschweige denn behoben. Das ist die ungeschminkte Bilanz der EHEC-Krise." Ein Jahr dem Ausbruch hat foodwatch eine ausführliche Analyse vorgelegt. Sie wurde gestern unter dem Titel "Im Bockshorn" veröffentlicht:
>>> Foodwatch, EHEC-Krise 2011 völlig unzureichend aufgearbeitet, 05.05.2012

Freitag, 20. April 2012

Verbraucherschützer kritisieren Lebensmittelmarkt

Woran erkennt der Kunde einen "Frischemarkt der Generationen"? (Werbebroschüre der Firma Edeka, Witten-Herbede)
An seinen Lebensmitteln aus der Region? Daran, dass die Kunden im Supermarkt die Qualität von Müslis, Milchprodukten oder Fertiggerichten selbst einschätzen können?
Genau dies können sie nämlich nicht, wie der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) inzwischen überzeugt ist. Im Internet hat die Verbraucherzentrale 200 Lebensmittel dokumentiert, bei denen die Hersteller nach Angaben der Verbraucherschützer mehr versprechen als sie halten - oder die Käufer durch geschicktes Design in die Irre führen. (www.lebensmittelklarheit.de) Manche Hersteller gaukeln auf der Verpackung eine heile Welt vor, bei der die Tiere zum Beispiel glücklich auf der Wiese stehen. (www.main-netz.de,19.04.2012)

Der Trick mit der Region

Oder die Lebensmittelriesen reden von Region, meinen damit aber nicht frische Produkte aus der unmittelbaren Umgebung, kontrollierten Anbau und kurze Lieferwege. Die Edeka-Werbebroschüre, die am Karfreitag an die Herbeder Haushalte verteilt wurde, verwendet die Begriffe Region und "Frischemarkt der Generationen" in einem unmittelbaren Zusammenhang. Aber es geht um Leistungen, die mit Lebensmitteln nichts zu haben.

Mittwoch, 18. April 2012

“Die Tricks der Lebensmittelindustrie” – Verpasst?

Nicht gesehen, diesen Beitrag vom NDR? Können Sie inzwischen auch hier in voller Länge sehen. Innerhalb der zeitlich limitierten knappen Woche für ausgestrahlte Beiträge der öffentlich-rechtlichen Sender. Also noch bis 23.4.2012.
"In der Werbung sieht Essen immer so lecker aus. Doch viele Lebensmittel sind alles andere als echt. Die dreiteilige Reihe zeigt die Tricks der großen Branchen."

Samstag, 14. Januar 2012

"Wenn Essen krank macht"

Unser täglich Gift "Wenn Essen krank macht" Doku von Arte jetzt auf youtube 
Immer mehr Wissenschaftler sehen einen Zusammenhang zwischen der Zunahme von Krebserkrankungen, Immunschwächen, Diabetes sowie neurologischen Erkrankungen und der sich verändernden Ernährung der Menschen.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Frisch auf den Müll Hauptsache billig - Wie werden die kleinen Preise gemacht?

"Zeitungsbeilagen locken uns täglich: Zucchini für 19 Cent das Stück, ein Jogginganzug für zwölf Euro, Badelatschen für einen Euro, Laptops und Kameras zu Niedrigpreisen. Wie kommen diese Angebote zustande?
Ein Grund für diese Niedrigpreise ist die miserable Bezahlung der Beschäftigten – bei Discountern verdient man als ungelernter Neuling zwischen 3,80 und 5 Euro die Stunde brutto. Aber das ist nicht alles. Die niedrigen Preise an der Kasse haben auch mit Niedriglöhnen in den Produktionsländern zu tun.
Mirko Tomic war in China, Bangladesch und Spanien, er hat sich die Arbeitsbedingungen in Elektronikfabriken, Nähereien und auf Gemüsefeldern angesehen."
WDR 5, Sendung vom 16.10.2011, 07:30 bis 08:00 Uhr, 
Wiederholung Sonntag, 16.10.2011, 22.05 - 22.30 Uhr