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Donnerstag, 26. Juli 2012

Was ist ein Frischemarkt?

Der Rat hat am 27.03.2012 mit den Stimmen der Fraktionen von SPD, CDU, FDP, Grünen und WBG beschlossen,
"die zur Ansiedlung eines Frischemarktes (Lebensmittel-Vollsortimenter) auf der Fläche „ehem. Gerberschule“ erforderlichen Planverfahren auf den Weg zu bringen und dem Rat zum Beschluss vorzulegen (Beschlüsse zur vorbereitenden und verbindlichen Bauleitplanung)."
Die Begriffe "Frischemarkt" und "Vollsortimenter" werden üblicherweise von Lebensmittelanbietern zu Werbezwecken genutzt. Er ist kein Fachbegriffe für die Bezeichnung einer Betriebsform.
Die fachlich korrekten Bezeichnungen für Betriebsformen im Lebensmitteleinzelhandel  sind "Lebensmittelmarkt", "Lebensmittelsupermarkt", "Discounter", "Verbrauchermarkt", "SB-Warenhaus". (Auch Einrichtungs-, Textilkaufhäuser und Baumärkte sind übrigens für ihren Sortimentsbereich "Vollsortimenter").

Der Herbeder Lebensmittelsupermarkt in der Meesmannstraße bietet 700 Quadratmeter Verkaufsfläche und liegt damit im Durchschnitt der Vekaufsflächen für sogenannte Edeka-Aktivmärkte - und ist natürlich ein Frischemarkt und Vollsortimenter! Er bietet beides: Frischeabteilungen und das volle Sortiment, das gebraucht wird, um nach Ansicht von Gutachtern die Einwohner Herbedes angemessen zu versorgen. Danach erfüllt der Standort in der Meesmannstraße alle Bedingungen eines modernen Supermarktes.

Sonntag, 27. November 2011

Wie geht es weiter mit Edeka in Herbede?

"Jetzt ist die Politik gefragt", sagte Jürgen Augstein, Redaktionsleiter der Wittener Lokalredaktion der WAZ und WR, am 11.11.11 (DerWesten), weil ihm die Schließungsankündigung wie ein "Paukenschlag" in den Ohren klang. Noch bevor Edeka schließt, sagte er, "muss eine Lösung her. Herbede braucht einen zeitgemäßen Frischemarkt mit Parkplatz." Das sagen auch die großen Parteien. Und die Verwaltung. Und Edeka.
Herr Augstein, der sich hier zum Sprachrohr macht, wird wahrscheinlich nicht erklären können, warum ein zeitgemäßer Frischemarkt nicht auf der vorhanden Verkaufsfläche von ca. 600-700 m2 wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden kann, obwohl Rewe sich das beispielsweise zutraut. Wenn Edeka geht, kommt eben Rewe in die Meesmannstraße ins Zentrum. Was also soll der Hype um Edeka?

Freitag, 30. September 2011

Nokia und Edeka - die Wittener SPD im Zwiespalt mit der Glaubwürdigkeit

Die Einstellung von Parteipolitikern, die aus Herbede stammen, zu Arbeitsplätzen in der Region ist sehr unterschiedlich. Während ihnen die drohende Vernichtung von Arbeitsplätzen im Herbeder Einzelhandel durch eine mögliche Fehlentscheidung des Rats kein Kopfzerberechen bereitet, wählen sie für den Verlust von Arbeitsplätzen durch Nokia zumindest starke Worte.

Dienstag, 13. September 2011

Edeka - Der Vermieter

Edeka baut in der Regel nicht selbst, sondern mietet die Geschäftsräume von einem Bauherren. In Witten ist dies bei allen Neubauten die Firma Dreier aus Dortmund.
Edeka wiederum vermietet die Räume an einen Händler, der dadurch, wie dies an einem Beispiel aus der Gemeinde Seehaupt deutlich wird, unter Druck gesetzt werden kann. Aber nicht nur der Händler, sondern die ganze Gemeinde wird zum Spielball strategischer Pläne der Edeka-Zentrale in Südbayern, berichtete vor ein paar Tagen die Zeitung merkur-online.

Wenn die Mieten für den Händler zu hoch sind, gewährt Edeka dem Händler einen Mietzuschuss. Dies ist besonders dann erforderlich, wenn das Interesse des strategisch planenden Konzerns an dem Standort besonders hoch ist, der mit dem Eigentümer ausgehandelte Mietpreis aber eine wirtschaftlich vertretbare Miete übersteigt. Je sicherer sich der Bauherr wähnt, desto höher ist der Mietpreis.

Tante Emma war eine ehrbare Kauffrau - was ist Edeka?

In ihrem Antwortschreiben an den Bürgerkreis stellte die Dortmunder Architektin Frau Regina Bieber, deren Büro im Sinne Edekas eine Studie über die "Entwicklungsmöglichkeiten im Kernbereich" Herbedes angefertigt hatte, folgendes klar: "Um eines noch einmal deutlich zu machen; der Standort des jetzigen Edeka-Marktes wird nicht von einem „übermächtigen Konzern“ betrieben, der nur seine Interessen durchsetzt. Der Betreiber ist ein privater Einzelhändler, die „Tante Emma“ der heutigen Zeit, belegt mit allen Risiken und Kosten dieses Geschäfts und wie alle anderen kleinen Einzelhändler im Ort, muss er nicht nur die Ware kaufen, sondern ihm gehört auch die komplette Einrichtung des Ladens. Das bedeutet, er ist allein und voll im Risiko. Er beurteilt und entscheidet was er an dem Standort macht und wie er zukunftsfähig arbeitet. Die Edeka ist eine Genossenschaft, sie unterstützt den Händler und hilft bei der Finanzierung."
So ähnlich steht es auch in den Werbetexten von Edeka. Wie aber sieht die Realität aus? Haben die Einzelhändler bei Edeka wirklich etwas zu sagen?

Sonntag, 11. September 2011

Edeka in Witten


Mit gelber Farbe markiert sehen Sie das städtische Grundstück im Gerberviertel, das nach dem Willen der Verwaltung mit einem großflächigen Einzelhandelsgeschäft bebaut werden soll. Durch die stark befahrene Wittener Straße getrennt liegt rechts, außerhalb des Bildes, das Zentrum Herbedes.
Das kleine, weiße Einfamilien-Haus am unteren Rand der gelben Markierung steht leer. Vor ein paar Jahren hieß es, Lidl habe sich dort ein Vorkaufsrecht gesichert. Jetzt war zu hören, die Dortmunder Immobilienfirma Dreier habe ein Vorkaufsrecht für dieses Grundstück erworben.
(Das Bild lässt sich durch Anklicken vergrößern) 

Freitag, 10. Juni 2011

Bürgerkreis gegen Wachstumswahn – für den Erhalt des Zentrums!

Edeka werde nicht von “einem übermächtigen Konzern” betrieben, sondern von einem kleinen Einzelhändler im Ort, der alleine “beurteilt und entscheidet was er an dem Standort macht und wie er zukunftsfähig arbeitet. Die Edeka ist eine Genossenschaft, sie unterstützt den Händler und hilft bei der Finanzierung.” 
Auf diese Weise belehrt ein nicht ganz unbedeutendes Architekturbüro die Herbeder Bürger.  Antwort des Architekturbüro Bieber auf die Bewertung seines Exposés durch den Bürgerkreis "Entwicklungsmöglichkeiten im Kernbereich.".
Es geht Kunden nicht nur um bequeme Wege, sondern auch um Qualität, Vielfalt und letztlich um günstige Preise, die das Kartellamt durch die Konzentration im Lebensmittelbereich bedroht sieht. Werden die Herbeder Bürger dem Wachstumswahn eines Konzerns ihren Stadtteil opfern?

Donnerstag, 9. Juni 2011

Potenzialflächenanalyse

Der Bürgerkreis hat im August 2010 von Fachleuten eine Potenzialflächenanalyse Witten-Herbede erstellen lassen. Damit konnte nachgewiesen werden, dass Potenziale für eine Weiterentwicklung im Kern vorhanden sind. Die Auslagerung eines Lebensmitteleinzelhandels in das Gerberviertel ist auch aus stadtplanerischer Sicht nicht nötig.
Die Analyse ist bis heute Gegenstand heftiger Diskussionen, insbesondere bei Edeka und einem Dortmunder Architekturbüro, das eine eigene Analys, höchstwahrscheinlich im Auftrag von Edekas, erstellt hat.
>>> Potenzialflächenanalyse Witten-Herbede, August 2010 (pdf 1,7 MB)

Donnerstag, 14. April 2011

“Unser” Vollversorger im Zentrum

Korrektur:
Der Eigentümer des Lebensmittel-Vollversorgers an der Meesmannstraße hat uns gegenüber bestätigt, dass er, in Abstimmung mit dem Eigentümer eines benachbart liegenden Einzelhandelbetriebes, die Möglichkeit prüft, beide Betriebsflächen zusammen zu legen.